Darum solltest du aus deiner Komfortzone kommen

Sonja BurgemeisterUncategorized2 Comments

Komfortzone

Die Komfortzone. Ein ruhiger Bereich zum Wohlfühlen und Entspannen. Hier ist es immer sonnig und wolkenfrei und du hast das Gefühl von absoluter Sicherheit. Denn du kennst dich in diesem Bereich bestens aus. Du kennst jedes noch so kleine Steinchen, jede Bodenwelle und jeden Pfad. Bis du plötzlich aus der Komfortzone herausgerissen wirst. Wofür würdest du dich entscheiden? Weiter gehen und deinen Wohlfühlbereich hinter dir lassen? Oder kehrst du lieber gleich wieder um und bleibst lieber in deinem sicheren Bereich?

Ja ich weiß. Natürlich wäre es logisch, in die Komfortzone zurückzugehen oder einfach darin zu bleiben. Denn was ist daran schlecht, wenn du dich auskennt? Nichts. Aber du siehst auch nichts Neues. Du verharrst in einem Level, entwickelst dich nicht weiter. Auch das ist nicht schlimm, solange es dich nicht persönlich stört. Doch zu einem Pferd-Mensch-Team gehören immer zwei. Und es gibt Momente, in denen dich dein Pferd an die Grenze deiner Komfortzone bringen wird.

Raus aus der Komfortzone!

Auch wenn du Angst hast und dich unsicher fühlst, streck zumindest schon mal einen Zeh aus deiner Komfortzone. Denn nur, weil du dich nicht mehr sicher fühlst heißt es nicht, dass du in Gefahr bist. Außerhalb der Komfortzone gibt es neue Dinge zu entdecken, Abenteuer zu erleben und was am Wichtigsten ist, hier findest du die Erfolgserlebnisse, dich dich anspornen, stolz machen und auch selbstbewusst. Ein riesiger Abenteuerspielplatz voller Möglichkeiten. Wenn du dir mal ein blaues Knie holst, weil du dich etwas überschätzt hast, dann stehst du lachend wieder auf und machst weiter. Als Kind hast du es ja genauso gemacht. Du bist hingefallen und dann wieder aufgestanden, egal ob dir die Tränchen die Wangen hinunter liefen oder auch nicht. Andernfalls würdest du heute dort wohl immer noch sitzen oder liegen.

Sei mutig und nimm Herausforderungen an

Gehst du aus deiner Komfortzone, entwickelst du dich weiter. Du lernst dich selbst besser kennen. Und durch alles, was du neu lernst, vergrößert sich auch deine Komfortzone. Als würdest du sie wie einen Luftballon aufblasen. Auch ich habe meine Themen, auch ich finde meine Komfortzone toll. Aber wenn ich nicht jeden Tag aus ihr herausgehen würde um sie dann zu erweitern, wäre ich wohl jetzt nicht Selbstständig. Ich würde für einen Hungerlohn irgendeinem Turnierreiter hinterherräumen. Doch ich habe meinen Mut zusammengenommen und habe für meinen Traum eine mentale Hürde überwunden. Und es fühlte sich schweinegeil an, nicht mehr der Arsch vom Dienst zu sein. Der Wunsch nach Freiheit hat mich angetrieben und er hält bis heute an. Das Ganze muss trainiert werden und zwar indem du deine Komfortzone immer und immer wieder verlässt.

Komfortzone

Mach jeden Tag mindestens eine Sache, die dich Überwindung kostet oder vor der du Angst hast. Trainier diesen „Muskel“ Tag für Tag und du wirst merken, wie viel Mehrwert dir dein Leben plötzlich bietet. Leg eine Liste an mit allen Dingen, die du bisher vor dir her geschoben hast, weil du Angst davor hattest, was das auslösen könnte. Geh mit deinem Pferd endlich ins Gelände, buch den Kurs, von dem du schon ewig träumst oder nimm den Job an, der dir neue Möglichkeiten bietet.

Vielleicht hast du irgendwann in deinem Leben damit angefangen, dich immer mehr in die Komfortzone zu verkriechen. Erinnerst du dich, wann das bei dir angefangen hat? Und wie fühlt es sich heute an, wenn du sie verlassen sollst? Lehnst du ein Jobangebot ab, was dich eigentlich interessiert hätte, nur aus Angst vor dem Ungewissen?

Ich muss dir das jetzt einfach mal klar machen. Immer dann, wenn du dich dagegen entscheidest aus deiner Komfortzone zu kommen, wirst du unsicherer werden und ängstlicher. Jedes Mal wird es dir schwerer fallen, dich auf neue Herausforderungen einzulassen. In deiner Komfortzone wirst du nämlich mit einem guten Gefühl in deiner Entscheidung bestätigt. Weil es sich so gut anfühlt denkst du, dass du die richtige Entscheidung getroffen hast. Doch woher willst du wissen, ob es sich nicht noch besser angefühlt hätte, wenn du die Herausforderung angenommen hättest?

Du hast nur ein Leben und du hast in der Hand, was in diesem Leben passiert. Nutze es. Geh raus aus deiner Komfortzone und leb!

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2 Comments on “Darum solltest du aus deiner Komfortzone kommen”

  1. Hallöchen! 😊

    Interessanter Beitrag!
    Das mit der Komfortzone kenn ich selbst und auch von Freunden sehr gut – aber was ich in letzter Zeit lernen „musste“, ist, dass man dennoch bei einem unguten Bauchgefühl nicht wegfühlen darf. Ich finde, dass man auch da nicht zu arg in gegensätzliche Richtungen denken sollte. Manchmal verwechseln wir auch eine gewisse Vorahnung als Angst oder als anderes eher negatives, unerwünschtes Gefühl. Dabei will einem das Bauchgefühl nur mitteilen, dass etwas nicht stimmt, etwas blödes passieren wird, etc. Natürlich sollte man sich nicht im Alltagstrott verlieren und alles so hinnehmen, wie es ist, nur weil man es kennt – das will ich damit nicht aussagen – aber dennoch sollte man die Gefühle Angst, Ungewissheit, Sorgen, … nicht sofort verteufeln oder beiseite schieben, weil sie ja nicht unberechtigt da sind.
    Vielleicht wäre es besser, sich erst einmal in Ruhe hinzusetzen und alle möglichen Szenarien im Kopf durch zu spielen, um rauszufinden, warum man Angst davor hat etwas Neues auszuprobieren, etwas bestimmtes zu probieren, mit dem Pferd ins Gelände zu gehen oder einen komplett neuen Lebensweg zu gehen. Oft hat man dann noch eine gewisse Blockade in sich, an der man arbeiten sollte, bevor man den Schritt aus seiner Komfortzone wagen kann. Als Beispiel wäre es die Selbstliebe, weil man gerade außerhalb seiner Komfortzone unbedingt voll und ganz für sich selbst da sein muss. Wenn man sich selbst egal ist – man sich vielleicht sogar hasst – dann wird das Pferd und/oder das Leben einen überrennen… Ich spreche da aus eigener Erfahrung 😄
    Ich mag deine Artikel! Es ist schön, ähnliche Dinge aus einem anderen Blickwinkel zu lesen!

    LG!

    1. Danke für deinen bereichernden Kommentar 🙂 Ich bin da bei deinen Gedanken ganz bei dir!

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