Warum Vertrauen kein Traum bleiben muss

Sonja BurgemeisterUncategorizedLeave a Comment

Vertrauen muss kein Traum sein

Es gibt eine Sache, die sich sehr viele Menschen von ihrem Pferd wünschen: Vertrauen. Und jeder hat dabei einen anderen Traum. Für die einen ist es das freie Reiten, für die anderen der entspannte Spaziergang und für den nächsten das einfache Verladen des Pferdes. Doch das Vertrauen des Pferdes zu gewinnen, muss kein Traum bleiben. Es kann deine Realität werden. Wenn du dich fragst, wie du das anstellen sollst, dann lies unbedingt weiter.

Vertrauen ist etwas, was man sich verdienen und aktiv aufbauen muss. Es ist etwas, was langsam aber stetig wachsen aber in Sekunden wieder zerstört werden kann. Es ist zerbrechlich wie eine zarte, kleine Blume. Auch sie muss gehegt und gepflegt werden, sonst geht sie ein. Wie schnell oder langsam du vertrauen kannst, kommt auf deine Erziehung und deine bisherigen Erfahrungen an. Wurde dein Vertrauen schon öfter missbraucht? Dann wirst du vielleicht weniger schnell Vertrauen können. Hattest du einen Unfall mit deinem Pferd? Oder ein Erlebnis, was dein Vertrauen erschüttert hat? Dann wird es dir natürlich auch in Zukunft schwerer fallen, wieder Vertrauen vorstrecken zu können.

Warum vertrauen kein Traum bleiben muss

In meinem Fall war das zum Beispiel der schwere Sturz von einem schwarzen Pferd. Ich war noch um einige Jahre jünger und habe diverse Warnzeichen übersehen. Das Pferd wollte sich vor einem Schmerz schützen und buckelte mich direkt nach dem Aufsteigen heftig ab. Danach hatte ich Probleme damit, auf dunkle Pferde aufzusteigen. Ich hatte das Vertrauen in schwarze Pferde ein Stück weit verloren. Dieses Vertrauen wiederzuerlangen, hat einige Jahre und viel Entwicklung gebraucht. Aber ich habe nicht aufgegeben und das solltest du auch auf keinen Fall!

Du siehst, es bedarf also nicht nur Arbeit am Pferd, sondern vor allem an dir selbst. Und das ist ganz sicher nicht so einfach. Aber es ist möglich und allein das sollte ausreichen, dass du es nicht nur versuchst, sondern MACHST! Wenn du es nur versuchen willst, dann ist dein Traum nicht stark genug. Er gibt dir nicht genug Antrieb und du solltest dein Warum dringend nochmal überprüfen. Dein Warum ist der Grund, warum du etwas machst. Du musst für deinen Traum brennen! Mit Leib und Seele. Alles andere wäre halbherzig und du würdest so auf Jahre nicht weiterkommen. Und wäre das nicht schade?

Ja aber wo sollst du jetzt anfangen? Fang damit an, an dir zu arbeiten. Überleg dir, welche Fähigkeiten deinerseits nötig sind, damit dir dein Pferd vertrauen kann. Wenn dir das zu schwer ist, dann kannst du auch darüber nachdenken, welche Fähigkeiten ein anderer Mensch haben sollte, damit DU ihm vertraust. Vielleicht bringt dich das einen Schritt weiter. Und dann frag dich, welche dieser Fähigkeiten du noch ausbauen kannst. Du kannst dafür auch Freunde und Familienmitglieder befragen. Sie sehen dich aus einem anderen Blickwinkel und können dir sehr aufschlussreiche Antworten liefern und du hast die ersten Punkte zusammen, an denen du arbeiten kannst.

Vertrauen

Natürlich gibt es noch weitere Faktoren, mit denen du das Vertrauen zwischen dir und deinem Pferd verbessern kannst. Zum Einen ist das die Zeit. Verbring soviel Zeit mit deinem Pferd wie möglich. Wenn du dann bei deinem Pferd bist, solltest du diese Zeit aber auch wirklich dafür nutzen und nicht für stundenlange Gespräche mit den Stallkolleginnen. Dein Pferd muss dich besser kennenlernen und umso mehr Zeit du mit ihm verbringst, desto besser wird das klappen. Dann ist da noch die Kommunikation. Vertraust du eher einer Person, die du verstehst oder einer Person, bei der du dich ständig fragen musst was sie macht, sagt oder denkt? Eben! Du musst also die Sprache deines Pferdes lernen. Das geht zum Beispiel in speziellen Kursen. Natürlich kannst du auch die Kommunikation in einer Pferdeherde beobachten. Es gibt sogar Wildpferdetouren, bei denen du sehr viel über die Sprache der Pferde lernen kannst.

Vertrauen muss man sich verdienen

Der ultimative Tipp ist aber, dass du dich mit deinem Pferd Herausforderungen stellst und sie mit deinem Pferd gemeinsam löst. Kein Vermeiden mehr, kein Weglaufen vor Problemen. Hab deinen Traum im Kopf und arbeite dich Stück für Stück voran. Und ich bin mir sicher, in dir steckt etwas größeres als ein Kaninchen. Lass den Löwen (Wolf, Adler, Bären,…was auch immer du lieber hast) aus dir raus.

Ich glaube an dich!

 

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